Workaholic gegen Minimalist

Montag früh in einem mittelständischen Unternehmen im Herzen der Schweiz. Roland sitzt abgekämpft an seinem Schreibtisch. Seit seinem kometenhaften Aufstieg vom Ingenieur zum Teamleiter, arbeitet er durchschnittlich 14 Stunden pro Tag – 7 Tage die Woche! Ihm gegenüber sitzt Martin. Martin führt im Gegensatz zu Roland, Woche für Woche einen klassischen „9 to 5 Job“ aus.

Faktor Mensch?

Im Büro nebendran arbeitet ihr Vorgesetzter Gunter, hinter meist verschlossenen Türen. Gunter zeigt sich selten. Zu wichtig sind ihm seine Auslandreisen oder Strategiemeetings, für die er intensive Vorbereitungsarbeit leistet. Da bleibt für den Faktor Mensch in dieser Abteilung kaum Zeit mehr.

Freude am Job? Fehlanzeige

Mit welcher Dynamik haben wir es hier zu tun? Alle 3 Mitarbeiter wirken in verschiedenen Funktionen. Sie haben jedoch eine wesentliche Sache gemeinsam: keiner hat so richtig Freude an seiner Tätigkeit. Folglich sucht sich jeder nebenbei die Aufgaben, die mehr Spass machen.

Bei Teamleiter Roland führt dies zu massiven Überstunden, da er nebenbei seine geliebten Ingenieurarbeiten weiter verrichtet. Martin sitzt seine Arbeitszeit mehr oder weniger duldend ab, um sich schnellstmöglich zu Hause mit seinen Hobbies beschäftigen zu können. Und ihr Vorgesetzter Gunter widmet sich nebst seines ohnehin vollen Terminkalenders möglichst oft seiner Passion, so oft wie möglich ins Ausland zu reisen.

Traurige Konsequenz

Die traurige Konsequenz: Ein eklatanter Mangel an Motivation bei allen dreien, daraus resultierend geringe Leistungsbereitschaft, Konflikte, Scheitern von Projekten, unnötige Kosten und schlussendlich Abnahme des Unternehmensgewinns. Vom langfristig drohenden Fluktuationsrisiko ganz zu schweigen.

Und letztlich: Unternehmen als Ganzes verlieren an Strahlkraft, da all ihren Mitarbeitern das Lachen längst vergangen ist. Ein Einzelfall? Keineswegs.

Innerliche Kündigung

Meine persönlichen Erfahrungen in Dutzenden von Unternehmen zeigen, dass Mitarbeiter auf vielen Stufen innerlich gekündigt haben. Dies wird auch durch die jüngste Gallup Studie wieder bestätigt: http://www.sueddeutsche.de/karriere/motivation-im-job-prozent-haben-innerlich-gekuendigt-1.2386542

4 Ziele

Führungskräfte, die ihrer eigenen sowie der der anderen inneren Kündigung „Einhalt gebieten“ müssen, können dies durch 4 Ziele erreichen:

1) schaffe Vertrauen durch Glaubwürdigkeit

2) begeistere deine Mitarbeiter

3) stifte Sinn in der Arbeit und

4) zeige ein echtes Interesse, das volle Potenzial der Mitarbeiter zu fördern.

Authentizität

Konkret erreichst du dies durch Authentizität.

Authentische Führungskräfte handeln durch die Integrität ihres Herzens.

Du bist in 4 wesentlichen Bereichen echt:

  • hast die Sinnfrage geklärt, kennst deine Werte und suchst dir die Umgebung, in welcher du diese leben kannst.
  • kennst deine Stärken und Schwächen und hast den Mut, diese zu zeigen.
  • hast die Courage, offen deine Meinung zu sagen und Feedback zu geben, bei gleichzeitiger Wertschätzung der gegebenen Andersartigkeiten.
  • formst keine opportunistischen Seilschaften, sondern nachhaltige Beziehungen mit Menschen, die deine Werte und Visionen teilen, um gemeinsam Grosses zu bewegen.

Ängste

Die grösste Blockade für authentisches Führen sind Ängste betreffend einen etwaigen Macht- und Statusverlust. Die Ironie dabei ist, dass sich echte Menschen Kraft ihrer Glaubwürdigkeit ein Höchstmass an nachhaltigem Einfluss ganzer Massen verdienen, während fremdbestimmte Menschen aus Angst heraus ihre Macht exzessiv ausüben und dabei oft tief stürzen.

Führung als Berufung

Magst du Menschen? Ist es deine Leidenschaft diese zu begeistern, sich ehrlich um deren Bedürfnisse zu kümmern und die Zusammenarbeit zu fördern? Ist es deine Leidenschaft, nicht nur zu fordern sondern auch zu fördern? Erfolgreiche Führungskräfte wissen, dass Führen keine Aufgabe, sondern eine echte Berufung ist. Aus Begeisterung für deine „Arbeit mit Menschen“ („people business“) erreichst du für dich selbst und andere Höchstleistungen.

Kraftentfaltung (Empowerment)

Arbeit ist keine Pflichtübung, sondern die Chance, das zu tun, was wir von ganzem Herzen lieben. Mitarbeiter wollen sich entfalten, ihr volles Potenzial und im besten Fall ihre eigene Berufung am Arbeitsplatz leben können. Aus dem Erfolgswissen von Authentizität und „Führen als Berufung“ verstehen erfolgreiche Führungskräfte die Kunst des wahren Empowerment: sie besetzen nicht offene Stellen und trainieren Fähigkeiten, die nicht begeistern. Sondern fördern zuerst die Fähigkeiten der Mitarbeiter gemäss ihren Talenten und Leidenschaften und platzieren sie dann am richtigen Ort.

Wertschätzung

Der Wunsch nach Anerkennung und Wertschätzung ist ein Urbedürfnis von uns Menschen. Fordern und Fördern sind Katalysatoren für das Vertrauen und ein Zeichen echter Wertschätzung. Hast du den Mut, echtes Feedback für Dinge zu geben, die schmerzen. Menschen wollen wachsen. Dies erreicht man nur, indem man ihnen Verbesserungspotenziale aufzeigt und allfällige Fehler oder Misserfolge klar anspricht.

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