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Freitag Nachmittag in einer Shoppingmeile in der Nähe von Bern. Ich bewege mich gerade auf der Rolltreppe vom 2. Stock ins Parterre. Vor mir auf der Rolltreppe steht eine Mutter mit ihrem etwa 5-jährigen Sohn. Auf Grund ihrer Gesichtszüge sowie Hautfarbe schließe ich, dass sie wahrscheinlich aus einem südasiatischen Land stammen.

Wertvoller Besitz

Ihre Kleidung lässt vermuten, dass sie nicht gerade mit Geld um sich werfen können, wie es sich so viele andere an diesem Tag wohl erlauben können. Doch diese beiden Menschen ziehen mich aus irgendeinem Grunde in ihren Bann. Plötzlich fällt mir auf, dass der Junge in seiner rechten Hand einen kleinen Gummiball festhält. So fest wie er ihn umklammert, scheint dieser Ball sein wertvollster Besitz zu sein.

In diesem Moment erinnere ich mich selbst an eines meiner wenigen Spielsachen aus meiner Kindheit, welche ich wie meinen Augapfel gehütet habe. Ich bin tief in meinen Gedanken versunken, als wir alle auf der Rolltreppe das Zwischenpodest erreichen und uns zur nächsten Rolltreppe bewegen.

Der Ball springt

Da geschieht es. Der Junge setzt gerade seinen Fuss auf die erste Stufe, als der Ball aus seiner Hand springt und mehrere Meter wegrollt. Es scheint, dass der Junge ihm noch nachblickt. Doch keinerlei Reaktion, kein Hilfeschrei, kein einziger Versuch, den wertvollen Besitz zurückzuerobern. Gedanken wie „Ist ihm der Ball denn völlig egal? Traut er sich nicht, sich zu bewegen, weil seine Mutter dann böse wäre? Hat er gar nicht bemerkt, dass sein Ball wegrollt?“ schiessen mir durch den Kopf. In wenigen Sekunden erreiche ich selbst die Rolltreppe. Ich sehe den Ball in einer Ecke liegen, während der Junge sich auf der Rolltreppe weiter und weiter weg bewegt.

Ungewissheit, Unsicherheit, Zweifel

Soll ich den Ball holen und dem Jungen zurückgeben? Ich zögere, zweifle, habe nun selbst die Rolltreppe erreicht und lasse mich ins untere Stockwerk tragen. Nun fühle ich mich irgendwie schlecht, dem Jungen nicht geholfen zu haben. Unten angekommen blicke ich den beiden nach, wie sie langsam von der Menschenmenge verschlungen werden. In diesem Moment renne ich – ohne noch weiter nachzudenken – in Richtung Rolltreppe, kämpfe mich durch ein Menschenmeer, rase die Rolltreppe wieder hoch. Da liegt der Ball immer noch in der Ecke.

Erleichterung

Erleichtert greife ich nach dem Ball und mache mich in Windeseile ins untere Stockwerk auf. Hastig blicke ich über Hunderte von Köpfen, verzweifelt suche ich nach den beiden. Plötzlich erblicke ich sie, wie sie gerade dem Ausgang zustreben. Ich kämpfe mich durch das Gedränge. Kurz, bevor die beiden das Einkaufszentrum verlassen, habe ich sie eingeholt. Ich klopfe dem Jungen von hinten auf die Schulter. Er dreht sich erstaunt um, während die Mutter mir erschrocken in die Augen blickt. Dann halte ich dem Jungen seinen  Ball entgegen. Mit seinen kleinen Händen greift er sanft danach und sein Gesicht erstrahlt in vollen Zügen. Nun leuchtet auch das Gesicht der Mutter und ihre dunklen Augen schauen mich dankend an. Ohne weitere Worte trennen wir uns.

Andere zum Strahlen bringen

Ich stehe noch einige Minuten wie angewurzelt da und blicke Mutter und Sohn nach. Wieder einmal habe ich gelernt, wer von Innen überzeugt strahlt, wird auch andere zum Strahlen bringen. Trotz meiner Zweifel und kurzer Unsicherheit bin ich meinen echten Gefühlen und Impulsen gefolgt, und habe im letzten Augenblick das Richtige getan. Hab auch du Mut, erhelle die Welt mit deinem Strahlen, folge deinem Herzen, lebe dein Ich. Die Welt wird es dir verdanken.

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