Irgendwo in Europa

Wieder einmal bin ich unterwegs und versuche, ein Milliardenprojekt aus der Krise zu holen und in ein blühendes Unterfangen zu transformieren. Seit Jahren bekämpfen sich in diesem Unternehmen verschiedene Interessensgruppen: Unternehmer, Ingenieure, Regierungsbeamte, Umweltbeauftragte, die Steueraufsicht.

Unzählige Mediatoren, Berater und andere Beteiligte wollen mit dem Geschäft der Hoffnung Geld zu verdienen. Strategien anpassen, Prozesse verändern und streamlinen, Benchmarks mit andern Projekten machen, Best-Practice im Projekt Management anwenden, Stakeholder- und Risikomanagement betreiben.

Basis des Vertrauens

Alles was jemals gesagt wurde zum Thema Projekt Management wird angewendet. Die Wirkung? Auch nach Jahren keine wesentliche Verbesserung. Dafür stossen sich andere Firmen genüsslich gesund. Plötzlich der Geistesblitz: Was alle bereits seit geraumer Zeit denken, was offensichtlich ist, wagt einer auszusprechen. Jedermann müsse endlich besser, transparenter und echter kommunizieren! Dies sei schliesslich die Basis des Vertrauens. Die Beteiligten nicken begeistert ab. DAS ist die Lösung!

Transparente, echte Kommunikation

Der Projektleiter organisiert einen Workshop und definiert gemeinsam mit den „wichtigsten“ Projektmitarbeitern wie von nun an die Informationsflüsse zu erfolgen haben. Alles scheint in Ordnung. Dann die nächste Sitzung innerhalb des Konsortiums, das für Planung und Bau verantwortlich ist.

Einer der Partner holt genüsslich ein Dokument vor, schaut seinem Gegenüber tief in die Augen und eröffnet: “Gemäss internem Qualitätssicherungsplan ist mir von einem meiner Mitarbeiter schriftlich mitgeteilt worden, dass Du in der vergangenen Bausitzung unehrenhafte Bemerkungen über Dritte, die nicht anwesend waren, gemacht hast. Im Sinne der Sorgfaltspflicht muss dieser Punkt zur Sprache gebracht werden.“ Der Betroffene fängt an zu kochen. Ein heftiger Streit bricht aus, Vorwürfe fliegen nur so durch den Meetingraum.

Wirklich „echt“ sein

Worüber hier wohl jeder schmunzelt, ist leider bittere Realität. Solche Geschichten erlebe ich täglich. Wir gebrauchen unseren gesunden Menschenverstand nicht mehr und haben keinen blassen Dunst, was echt zu sein wirklich bedeutet: Anstelle eines internen Berichts müssen wir endlich den Mut haben, unbürokratisch die Dinge direkt bei den Betroffenen anzusprechen.

Nur die Angst, selbst verletzt zu werden oder die Anerkennung zu verlieren, weil wir jemandem weh zu tun glauben, hindert uns daran. Willst du glaubwürdig sein und Vertrauen schaffen? Dann gib Feedback unmittelbar nach dem Ereignis, übermittle Kernbotschaften mit der Ich- und nicht Du-Form, mach konkrete Verbesserungsvorschläge. Auch wenn es Courage braucht, werde berechenbar und gewinne das Vertrauen deiner Gesprächspartner, einer der grossen Hebel für deinen Erfolg im Leben.

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