Wirksam führen

Vielleicht wirst du aufgefordert, ohne jegliche Vorkenntnisse in Indien einen neuen Markt zu erschliessen, oder Konflikte zwischen verschiedenen Interessensgruppen zu lösen? Siehst dich gezwungen, trotz grossen Wiederständen, ein Kostenreduktionsprogramm zu fahren oder in einem Projekt Schlüsselpersonen auswechseln? Wenn Ja, dann hast du die grosse Chance schnell zu erfahren und zu lernen, was es heisst wirksam zu führen.

Doch sehr oft bieten sich vielen und besonders jüngeren Menschen nicht solche grossartigen Chancen. Dennoch ist jeder von uns täglich gefordert, (Selbst)Führungskompetenz zu beweisen: wir müssen anderen eine Idee verkaufen, wichtige Veränderungen –manchmal in unserem eigenen Leben – bewirken, andere von einem Ziel überzeugen, das es gemeinsam zu erreichen gilt, oder wichtige Entscheide treffen.

Leadership = Herzensangelegenheit

Wie aber lernen wir das wirksame Führen am Schnellsten? Zum Thema Leadership wurde in den letzten Jahren Tausende von Büchern publiziert und die Anzahl Coaches und Trainer sowie Bildungsinstitute, welche sich auf dieses Thema stürzen, schiessen wie Pilze aus dem Boden. Dennoch scheint die Wirkung trotz aller vermittelter Leadership-Weisheit wirkungslos zu bleiben, denn mehr als 70% aller Mitarbeiter vertrauen ihren Chefs nicht. Aber Warum? Ganz einfach: Leadership spielt sich nicht im Kopf ab sondern ist und bleibt eine Herzensangelegenheit.

Führung erfahren und erleben

Wirksame Führung kannst du deshalb nur erfahren und erleben. Gekoppelt mit der Bereitschaft der Selbstreflexion, wirst du in der Lage sein, dich selbst so zu entwickeln und zu führen, um andere Menschen dann ebenfalls zu begeistern. Eine gute Führungsausbildung behilft sich deshalb des experimentellen Lernens.

Workshops selber leiten

Wie aber kann man selbst auf einfache Art und Weise wirksame Führung erfahren und lernen? Beginne damit, selbst Workshops zu leiten. Wann immer du eine Lösung für ein spezifisches Problem suchst, steht es dir frei – ob nun privat oder beruflich – ein interdisziplinäres Team zusammenzuwürfeln, um in einem Workshop zu einem spezifischen Resultat zu kommen.

In Workshops erlebst du sämtliche Elemente wirksamer – heute leider sehr oft aber auch schlechter. Denn hier sind verschiedenartige Menschen gezwungen miteinander zu sprechen, zuzuhören und am Prozess direkt zu partizipieren. Wer lernt, wirksame Workshops zu führen, erfährt das Rüstzeug, um auch im Alltag anspruchsvolle Führungssituationen zu bewältigen.

Wichtigste Elemente

Hier sind die wichtigsten Elemente:

Leadership ist „People Business“

Einige haben es immer noch nicht begriffen: wer führen will muss Menschen mögen. In Workshops bist du gezwungen, jeden einzelnen dort abzuholen, wo sie oder er gerade steht. Dies bedarf einer ständigen Präsenz deinerseits: du kannst dich nicht hinter anderen Arbeiten oder deinem Mobile Phone verstecken, sondern musst wahrnehmen was vorgeht und situativ handeln.

Mündlich kommunizieren

In Workshops bedarf es als Leiter einer gewissen Eloquenz. Du kannst zum Glück keine Mails schreiben sondern musst mündlich mit gezielten Fragen und Rückschlüssen die Teilnehmer immer wieder ins Boot holen. Nimm dir diese Erfahrung auch für das tägliche Leben zu Herzen: Lieber sprechen statt schreiben.

Richtung vorgeben

Viele Workshops versagen, weil es an guter Vorbereitung fehlt. Setz dich bereits vor dem Workshop mit einigen Schlüsselpersonen zusammen, hol deren Meinung, Bedürfnisse sowie Erwartungen ab, gestalte zusammen eine klare Agenda. Eruiere vorab klare Ziele.

Mit Flexibilität auf Veränderungen eingehen

Führen heisst unter anderem wirkungsvoll verändern. Trotz bester Agenda und Vorbereitung wirst du allenfalls eine völlig neue Richtung einschlagen müssen. Möglicherweise sind einige Teilnehmer mit einem bestimmten Vorgehen nicht einverstanden und führen gute Gründe ins Feld, um deine perfekte Planung über den Haufen zu werfen. Sei offen, fühl dich nicht gekränkt, wenn man dein Vorgehen anzweifelt.

Störungen, solange sie zur Sache beitragen und konstruktiv sind, haben Vorrang. Sie sollten berücksichtigt werden, denn oft bringen sie erstaunliche Lösungen, welche von der Mehrheit getragen werden. In anderen Fällen zeige Bestimmt- und Klarheit indem du „Störenfriede“ buchstäblich kalt stellst.

Widerstände vorgängig abbauen

Du wirst es immer wieder erleben, dass sich Menschen aus Prinzip, aus Angst oder aus purem Spass quer stellen. Identifiziere solche Störquellen, wenn möglich bereits vorher und sichere dir deren Buy-in. Habe Mut, unangenehme Dinge auszusprechen.

Zuhören lernen

Zuhören heisst nicht nur Schweigen, sondern Gegen- bzw. Verständnisfragen zu stellen, Schlüsselaussagen zu wiederholen und zusammenzufassen. Dadurch zeigst du , dass du andere Meinungen wertschätzt.

Informationen sammeln, konsolidieren, weiterverteilen

Trotz der heutigen Informationsflut durch das World Wide Web wird im normalen Führungsalltag immer noch zu wenig informiert. Grund: Angst, die Macht zu verlieren oder dumm dazustehen. Mangelnde Kenntnis von wichtigen Informationen führt zu Fehlentscheidungen und oft zum totalen Vertrauensbruch.

In Workshops bist du gezwungen, Meinungen sowie das Wissen der einzelnen Teilnehmer zu sammeln, zusammenzufassen und die notwendigen Schlüsse zu ziehen, um einen Schritt weiterzukommen.

Ziele setzen und Resultate generieren

Viele Workshops enden ohne nennenswerte Resultate. Setze vorab unbedingt realistische Ziele, eher kleinere als zu grosse. Somit ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass du ein Resultat erzielst und die Teilnehmer nicht frustriert nach Hause gehen und den Workshop als Verschwendung wertvoller Zeit deklarieren.

Verantwortung übernehmen und übertragen, sowie Entscheide fällen

Aus Angst, Fehler zu begehen oder blöd dazustehen, wollen viele Manager oft nichts entscheiden und schon gar keine Verantwortung übernehmen. In Workshops aber bist du gezwungen, auch bei unklarer Sachlage oder Meinungsverschiedenheiten, einen klaren Entscheid zu fällen, auch wenn es einigen nicht passt. Zudem hast du die Chance, Verantwortung zu übertragen: Beende einen Workshop niemals ohne konkrete Massnahmenliste. Bestimme wer, welche Dinge bis wann zu erledigen hat. Dies ermöglicht zudem die nachhaltige Umsetzung.

Mit diesen einfachen Elementen führst du nicht nur wirkungsvolle Workshops, sondern erfährst auf einer oft risikofreien Spielweise die wesentlichen Elemente wirksamer Führung.

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